, Stefan Schimon

Der Lindenberg ist geschützt - Die Nachbarschaft nicht

Der Lindenberg ist geschützt - Die Nachbarschaft nicht / Aufruf und Information betreffend Unterstützung der Kampagne für die beiden Volksinitiativen Gemeindeautonomie und Waldschutz

www.gemeindeschutz-ja.ch

 

www.waldschutz-ja.ch

 

Der Lindenberg ist geschützt – Die Nachbarschaft nicht

Der Verein Pro Lindenberg setzt sich weiterhin für den Schutz des Lindenbergs ein. Gleichzeitig ist er Mitglied der Sektion Aargau & Luzern des Verbandes Freie Landschaft Schweiz und stärkt damit dessen Engagement gegen die zunehmende Beeinträchtigung unserer Landschaft durch den Bau von Hunderten von Windturbinen.

Dank der denkwürdigen Abstimmung vom 29. Oktober 2025 in Beinwil (Freiamt) ist das Projekt Windpark Lindenberg Geschichte. Die Windenergie-Lobby verfolgt ihre Ausbaupläne jedoch unbeirrt weiter. Besonders betroffen sind unter anderem die Nachbarregionen in den Kantonen Luzern und Zürich, darunter das Knonaueramt.

Im Kanton Luzern sind die Mitwirkungsrechte der Gemeinden bei Windparkprojekten durch das Planungs- und Baugesetz stark eingeschränkt. Die Gemeindeschutzinitiative des Verbandes Freie Landschaft Schweiz verlangt deshalb, dass sämtliche betroffenen Gemeinden über Windparkprojekte abstimmen können, auch dann, wenn diese kantonsübergreifenden Auswirkungen haben. Bei einer Annahme der Initiative könnte beispielsweise auch die Gemeinde Beinwil (Freiamt) über einen allfälligen Windpark auf der Müswanger Allmend mitentscheiden.

Seit dem 1. April 2026 ist zudem der sogenannte Beschleunigungserlass in Kraft. Dieser verpflichtet die Kantone zu einem konzentrierten Planungsverfahren für Energieprojekte. Gleichzeitig gibt es Bestrebungen, die Gemeindeautonomie weiter einzuschränken. Weitere Informationen zur Gemeindeschutzinitiative finden Sie unter www.gemeindeschutz-ja.ch.

In der dicht besiedelten Schweiz können grosse Windenergieanlagen vielfach nur noch in Waldgebieten oder in unmittelbarer Waldnähe errichtet werden. Für jedes Windrad müssen beträchtliche Flächen gerodet und die Zufahrtswege für Schwertransporte entsprechend ausgebaut werden.

Windpark Gersbach im Schwarzwald (Foto: Pro Burg)

 

Unsere Wälder stehen bereits heute unter erheblichem Druck. Zusätzliche Eingriffe dieser Grössenordnung würden wertvolle Natur- und Erholungsräume nachhaltig beeinträchtigen. Die Waldschutzinitiative fordert deshalb ein Verbot von Rodungen für Windenergieanlagen sowie von Windturbinen in unmittelbarer Waldnähe. Weitere Informationen finden Sie unter www.waldschutz-ja.ch.

Am 12. Juni 2026 beantragte der Bundesrat in seiner Botschaft an das Parlament die Ablehnung der beiden Initiativen. Er begründete dies damit, dass diese den Ausbau der Windenergie erheblich erschweren und dadurch die Stromversorgung im Winter gefährden könnten.

Aus Sicht des Verbandes Freie Landschaft Schweiz überzeugt diese Begründung nicht. Der Beitrag der Windenergie zur Schweizer Stromversorgung bleibt auch langfristig vergleichsweise gering und rechtfertigt keinen weiteren Abbau von Gemeindeautonomie sowie keine zusätzlichen Eingriffe in wertvolle Landschafts- und Waldgebiete.

Als Nächstes werden die beiden Initiativen in den zuständigen Kommissionen des National- und Ständerates beraten. Danach folgen die Debatten in beiden Parlamentskammern. Mit einer Volksabstimmung ist voraussichtlich im Jahr 2027 zu rechnen.

Eine erfolgreiche Abstimmungskampagne erfordert eine sorgfältige und langfristige Vorbereitung. Deshalb hat eine Task Force bereits Anfang Jahr ihre Arbeit aufgenommen. Sie erarbeitet die Grundlagen für die Hauptkampagne, pflegt Kontakte zu Verbündeten und Sponsoren und schafft die Voraussetzungen dafür, dass zum Zeitpunkt der Festlegung des Abstimmungstermins alle Vorbereitungen abgeschlossen sind.

Der Vorstand von Pro Lindenberg dankt Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und wünscht Ihnen weiterhin einen schönen, sonnigen und erholsamen Sommer.

 

Freundliche Grüsse
Im Namen des Vorstandes Pro Lindenberg

Ein Bild, das Handschrift, Entwurf, Reihe enthält.

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Stefan Schimon

Hämikon-Berg, 24.07.2026