Am Samstag 4.9.2021 sind 50 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Beinwil im Freiamt der Einladung des Vereins Pro Lindenberg gefolgt, und haben sich über die Konsequenzen der auf dem Lindenberg geplanten 229 Meter hohen Windturbinen mit einer Rotorenfläche von 20000 Quadratmetern orientieren lassen.

Die Begehung startete im Horben, von wo die Teilnehmer(innen) mit Shuttle Bussen in 4 Besuchergruppen an den Startpunkt der Begehung beim Gestüt Schlatt transportiert wurden. Beim ersten Posten wurde die Situation des wertvollen Grund- und Quellwassers des Lindenbergs aufgezeigt. Die geplanten Anlagen ritzen mit Ihren Standorten wertvolle Grund und Quellwasserfassungen, und der Wassermeister von Sulz konnte mit fachmännischem Wissen den Teilnehmenden die Wichtigkeit unserer Trinkwasserversorgungen aufzeigen.

Nach einem Marsch von 15 Minuten gelangte die Gruppe zum Posten Vögel und Fledermäuse. Hier zeigte der Fledermausexperte des Kantons Aargau die Konsequenzen und die Bedrohung den diese Windturbinen auf die in grosser Anzahl vorkommenden Fledermauspopulationen des Lindenbergs darstellen, anhand von Beispielen auf. Ebenso wurde die aktive Greifvogel- und Storchensituation auf dem Lindenberg mit Plakaten eindrücklich demonstriert.

Nach weiteren 15 Minuten kamen die Teilnehmer an den Posten Technik, an dem 2 Elektroingenieure des Vereins und ein Mitglied der Forschungskommission des Kantons Aargau den technischen Impact, den diese 7000 Tonnen schweren Windturbinen auf die Landschaft ausüben aufzeigten. Ebenso wurden die nötigen Massnahmen zum Bau dieser Turbinen, Erdbewegungen Verbreiterung der Strassen und Schwertransporte eindrücklich dargestellt.

Am letzten Posten präsentierte der Verein Pro Lindenberg die Visualisierung der geplanten Turbinen basierend auf einem 3D Modell von Swisstopo. Die Teilnehmer zeigten sich überrascht von den im gesamten Gebiet rund um den Lindenberg über Kilometer sichtbaren Windturbinen. Auch die komplett überhöhte KEV Förderpraxis für Windkraftanlagen in der Schweiz wurde angesprochen.

Um 17.15 und 18.15 wurden die Dimensionen der Anlagen im Horben mit einem Leichtflugzeug angeflogen damit sich die Teilnehmer auch visuell noch ein Bild dieser gigantischen Anlagen im Gelände machen konnten.

Jede Gruppe konnte dann als Dankeschön für den Besuch das Schloss Horben unter kundiger Führung des Schlossbesitzers besichtigen und anschliessend den wohlverdienten Zobig im Schlossgarten geniessen. Ein gelungener Anlass für alle Beteiligten.

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3D Visualisierung der geplanten Windturbinen auf der Basis von Swiss Topo


Bilder der Begehung


Plakate der Begehung